Objektbeschreibung
Eine Stadtvilla, die auf ihre nächste Generation wartet
Hannover-Kleefeld | Philosophenviertel | Erbaut 1914 | ca. 297 m² Wohnfläche zzgl. Ausbaureserven | ca. 117 m² Nutzfläche | 420 m² Grundstück | denkmalgeschützte Fassade
Es gibt Häuser, die man besitzt — und es gibt Häuser, die man fortschreibt. Die Stadtvilla im Philosophenviertel gehört zur zweiten Sorte. Seit 1914 steht sie an dieser Adresse, eingebettet in das Ensemble herrschaftlicher Bürgerhäuser in einer Kastanienallee. Die Eilenriede beginnt wenige Schritte entfernt, der Klostergarten grenzt unmittelbar an das eigene Grundstück. Eine Lage, die in Hannover ihresgleichen sucht.
Die Fassade verrät ihre Zeit auf vornehme Weise: die zurückhaltende, in sich ruhende Eleganz der Reformarchitektur – jener Stilphase, in der das Bürgertum vor dem Ersten Weltkrieg einige seiner schönsten Wohnhäuser schuf.
Wer das Haus heute betritt, findet eine Substanz vor, die in über hundert Jahren kaum angetastet wurde: die repräsentative Eingangsdiele mit offenem Kamin, das großzügige Treppenhaus unter einem hellen Oberlicht, sehr gut erhaltene, originale Kassettentüren von beeindruckender Handwerksqualität, eine Schiebetür mit Glaseinsatz zwischen Wohn- und Esszimmer, Fischgrätparkett, Raumhöhen, wie man sie heute nicht mehr baut.
Wer dieses Haus erwirbt, übernimmt zugleich eine Aufgabe — und genau darin liegt seine außergewöhnliche Chance.
Eine teilsanierte Stadtvilla für Menschen mit Gestaltungswillen
Mit der denkmalgerechten Sanierung der Stadtvilla wurde bereits begonnen. Seit der Jahrtausendwende wurde der Außenbereich schrittweise renoviert, u.a. die Fenster im 1955 ergänzten Wintergarten gemäß bestehender Denkmalauflagen erneuert und die Fassade gedämmt. Zuletzt wurden die Fenster im Dachgeschoss denkmalgerecht erneuert und der Energieträger mit der neuen Heizungsanlage 2022 von Öl auf Gas umgestellt. Für die Dachsanierung und -Isolierung liegt eine denkmalrechtliche Genehmigung vor und der Auftrag zur Umsetzung ist platziert, sodass sich der neue Eigentümer voll und ganz auf die persönliche Gestaltung der Innenbereiche konzentrieren kann.
Die denkmalgeschützte Außenansicht gibt somit den ehrwürdigen Rahmen vor; alles, was dahinter entsteht, gestalten die neuen Eigentümer selbst. Hier entsteht also ein Zuhause, das von Grund auf die eigene Handschrift trägt — von der Raumaufteilung bis zur Haustechnik und individuellen Gestaltung der Bäder.
Die Etagen
Hochparterre | ca. 121 m²
Über die historische Haustür und einen kleinen Windfang betritt man den großzügigen Eingangsbereich— ein Raum, der mit dem offenen Kamin und dem repräsentativen Treppenaufgang den Auftakt des Hauses bildet. Eine großzügige Garderobe und ein Gäste-WC schließen sich an. Wohn- und Esszimmer, durch die originale Schiebetür miteinander verbunden, öffnen sich nach Südosten zum Wintergartenanbau aus den 1950er Jahren, der 2009 gedämmt und mit neuen Fenstern samt Dreifachverglasung ausgestattet wurde. Von dort gelangt man auf den überdachten Balkon und weiter in den Garten. Eine Etage, die einlädt zu großen Tischen, langen Abenden und Sonntagmorgen mit Blick ins Grüne.
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Obergeschoss | ca. 103 m²
Im 1. Obergeschoss befinden sich drei lichtdurchflutete Räume mit Blick in den Klostergarten sowie zur Kastanienallee. Die Proportionen erlauben verschiedenste Konfigurationen: ein klassischer Elternbereich mit Schlafzimmer, Ankleide und Arbeitszimmer — oder eine Kinderetage, die mit der Familie mitwächst. Bad und Küchenanschluss sind vorhanden, ein zweites Bad lässt sich ergänzen. Das Oberlicht im Spitzboden versorgt das großzügige Treppenhaus mit Tageslicht.
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Obergeschoss | ca. 73 m²
Drei weitere helle Zimmer mit eigenem Bad sowie einer Küche beziehungsweise einem Gäste-WC machen diese Etage zu einer weitgehend eigenständigen Einheit. Sie kann wahlweise in das Familienleben integriert oder davon getrennt genutzt werden
Ausstattung
Diese von außen teilsanierte Villa befindet sich im Inneren weitgehend im Originalzustand, wie er von der Eigentümerfamilie seit Mitte der 1950er Jahre bewahrt wurde – nach der Rückübernahme von der britischen Militärverwaltung, die das repräsentative Haus zuvor als Offizierskasino genutzt hatte. Sowohl die Bäder als auch die Haustechnik, sowie die Elektrik und Innenausstattung der Hauptwohnung stammen im Original aus dieser Zeit und entsprechen deshalb natürlich nicht den heutigen Standards. Die Dachgeschosswohnung war bis vor Kurzem vermietet und hat deshalb einen moderneren Standard.
Einige Modernisierungen wurden in den vergangenen Jahren bereits vorgenommen — die Gas-Zentralheizung wurde 2022 erneuert, das Dachgeschoss vollständig und das Erdgeschoss teilweise mit Dreifachverglasung ausgestattet, der Wintergarten 2009 gedämmt.
Die Bausubstanz selbst ist solide: zweigeschossige Massivbauweise mit ausgebautem Dachgeschoss, Souterrain mit Potenzial für eine Einliegerwohnung, eine zusätzliche Ausbaureserve von rund 30 m² im Spitzboden. Überwiegend Parkett-, Dielen- und Fliesenböden. Originale Holzfenster mit Sprossen und Klappläden. Und über allem die denkmalgeschützte Fassade — der unverwechselbare Charakter eines Hauses, das nur einmal so gebaut wurde.
Wer hier einzieht, hat die Gelegenheit - ja das Privileg, ein Haus mit Charakter in einmaliger Lage nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Lage
Das Philosophenviertel zählt zu den begehrtesten Wohnadressen Hannovers. Die Schleiermacherstraße ist hier die einzige Anliegerstraße mit einer gewachsenen Kastanienallee — ein ruhiges, geschlossenes Quartier, geprägt von repräsentativen Stadtvillen der Jahrhundertwende und Vorkriegszeit. Die Eilenriede, Europas mit größter Stadtwald, liegt vor der Haustür. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs, Restaurants und Ärztehäuser sind fußläufig erreichbar; die Innenstadt ist über zwei Stadtbahnlinien (U4/ U5) sowie die S-Bahn (S3/ S7/ in wenigen Minuten bequem angebunden. Renommierte Schulen, Kindergärten und ärztliche Versorgung sind im unmittelbaren Umfeld. Und mit dem Klostergarten als grünem Nachbarn eine Privatheit, die mitten in der Stadt selten geworden ist.
Sonstiges
Eckdaten
Erbaut 1914, Stadtvilla im Reformstil der Vorkriegszeit
Wohnfläche ca. 297 m² zzgl. Ausbaureserven in Spitzboden und Souterrain
Nutzfläche ca. 117 m²
Grundstück 420 m²
Denkmalgeschützte Fassade
Fischgrätparkett im Erdgeschoss
Garage mit Wallbox-Möglichkeit, zwei Außenstellplätze
Neue Fenster im Wintergarten (gedämmt) sowie im 2. OG 3fachverglast
neue Gas-Heizung in 2022
Sanierungsbedürftig — energetische und technische Modernisierung erforderlich
Vermarktung über Bieterverfahren:
Die Vermarktung erfolgt im Rahmen eines strukturierten Bieterverfahrens mit Open-House-Terminen sowie individuellen Besichtigungen nach flexibler Vereinbarung.
Interessenten geben anschließend innerhalb einer definierten Frist ein Kaufangebot an Sotheby's ab. Die Gebote werden an die Verkäufer übermittelt - der Verkäufer behält sich vor, frei über die Annahme eines Angebots zu entscheiden.